Physiotherapie Praxis Baden-Baden

Unsere Therapien

Nutzen Sie unsere Therapien für Ihre Gesundheit!

Manuelle Therapie (Manualtherapie)

Als Teilbereich und spezielle Methode der Physiotherapie beschäftigt sich die Manuelle Therapie (auch als „Manualtherapie“ bezeichnet) mit der Untersuchung und Behandlung des gesamten Bewegungsapparates. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Betrachtung der Gelenkfunktion.

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Die Manuelle Therapie hat ihre Ursprünge in der von A. T. Still begründeten Osteopathie und der ebenfalls im 19. Jahrhundert von D. D. Palmer entwickelten Chiropraktik. Die Bezeichnungen „Osteopathie“, „Osteopath“ rühren von den griechischen Wörtern „ostéon“ („Knochen“) sowie „páthos“ („Leiden“) her. Die osteopathische Behandlung stellt auf dem Gebiet der alternativen Medizin unterschiedliche Vorgehensweisen bei Krankheiten sowie Behandlungen dar. Die Begriffe „Chiropraktik“, „Chiropraktiker“ oder auch „Chirotherapeut“ stammen ebenfalls von den griechischen Wörtern „cheir“ („Hand“), „praxis“ („Tätigkeit“) und „therapeutés“ („Diener, Hüter der Pflege“).

Durch unterschiedliche Therapeuten (Maitland, Kaltenborn, Evjenth) wurde das Konzept der Manuellen Therapie weiterentwickelt und in Europa etabliert. Mittlerweile hat sich die Manualtherapie zu einem der bedeutendsten Bereiche der Physiotherapie entwickelt. Durch die fundierte Ausbildung und die somit erlangten Kenntnisse von funktionellen Zusammenhängen im Bewegungsapparat des Menschen, ermöglicht die Manuelle Therapie die genauere Untersuchung und damit auch effektivere Behandlung von Funktionsstörungen an Wirbelsäule und Gelenken.

Krankengymnastik

Der Begriff „Krankengymnastik“ ist ein ältere Bezeichnung, die in der Bundesrepublik Deutschland bis zum Jahr 1994 verwendet wurde. Die Bezeichnung wurde ersetzt durch den Begriff „Physiotherapie“.

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Die Krankengymnastik bzw. die Physiotherapie umfasst die äußerliche Anwendung von Heilmitteln, mit welcher insbesondere die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers regeneriert, verbessert bzw. aufrechterhalten werden soll. Behandlungen zur Krankengymnastik erfolgen durch Physiotherapeuten aufgrund von Verschreibungen durch Ärzte.

Die Krankengymnastik bzw. Physiotherapie richtet sich bei den Behandlungen nach den Beschwerden sowie den Funktions- bzw. Aktivitätseinschränkungen des Patienten, welche anhand eines ärztlichen Befundes diagnostiziert wurden. Die Behandlungen schließen manuelle Fertigkeiten des Therapeuten sowie ggfs. natürliche physikalische Reize (etwa Kälte, Wärme, Elektrizität, Ultraschall ) ein und fördern die Eigeninitiativen (Muskelaktivitäten, bewusstes Wahrnehmen) des Patienten. Die Behandlungen passen sich an die anatomischen sowie physiologischen, motivationalen und kognitiven Gegebenheiten des Patienten an. Hierbei beziehen sich die Behandlungen zum einen auf natürliche, physiologische Reaktionen des Organismus (z. B. Muskelaufbau und Stoffwechselanregung), zum anderen auf ein verbessertes Verständnis der Funktionsweise des Organismus und auf einen eigenständigen Umgang mit dem Körper.

Das Ziel der Krankengymnastik bzw. Physiotherapie ist das Wiederherstellen, Erhalten oder Verbessern der Gesundheit und hierbei oftmals die Schmerzreduzierung.

Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF)

Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (Abkürzung „PNF“) ist eine sogenannte neurophysiologische Behandlungstechnik, bei der durch eine spezielle therapeutische Reizsetzung das Zusammenspiel zwischen Muskeln und Nerven erleichtert bzw. gefördert wird.

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Bei der methodischen Anwendung von Propriozeptiver Neuromuskulärer Fazilitation wird der Patient als funktionelle Einheit betrachtet. Das Behandlungskonzept basiert auf lediglich sieben Grundprinzipien. Diese beinhalten die von außen einwirkenden Reizungen durch den Kontakt des Therapeuten, die Augenkontrolle der Bewegungen, die Kommandos, außerdem die “inneren” Reize auf Gelenksensoren (unter anderem der Widerstand) sowie die Einhaltung spezieller Bewegungsdiagonalen. Die Kombination dieser Behandlungsprinzipien führt zu einer sogenannten “Summation der Reize”.

Durch dieses Zusammenwirken mehrerer Mechanismen wird im Körper eine Ausdehnung der Muskelspannung auf andere Muskeln, die in ihrer Funktion gestört sind, erreicht. Dieses Überfließen der Muskelspannung (“Overflow” oder “Irradiation”) hilft dabei, gestörte Bewegungsmuster wieder herzustellen und einen funktionellen Bewegungsablauf zu ermöglichen.
Die PNF-Therapie erlaubt dem Physiotherapeuten eine hohe Flexibilität und viele Variationsmöglichkeiten, verlangt aber gleichzeitig auch eine bestimmte Art zu denken, zu beobachten und zu agieren.

Sportphysiotherapie

Dieses Behandlungskonzept beinhaltet die Spezialisierung der Physiotherapie auf Sportler, die verschiedenen Sportarten und die Behandlung der unterschiedlichen Sportverletzungen.

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Die Sportphysiotherapie teilt sich somit in drei Hauptbereiche auf. Dabei spielt die Behandlung von Sportverletzungen eine tragende Rolle. Wie entstehen Verletzungen, wie werden sie effektiv behandelt und, im Sport ganz wichtig, wie wird ein verletzter Sportler wieder an den Wettkampfbetrieb herangeführt? Das heißt, man muss versuchen, zunächst durch schnellstmögliche Versorgung und Therapie mit der Betreuung präsent zu sein und im weiteren Verlauf trotz Verletzung den Trainingszustand so weit wie möglich zu erhalten. Der Sportphysiotherapeut muss aber auch einschätzen können, ob und wann eine Verletzung ausgeheilt ist und wie ein Aufbautraining durchgeführt wird. Der genaue Ablauf variiert dabei je nach Sportart und Verletzung sehr stark. Die gesamten Maßnahmen der Sportphysiotherapie entscheiden zu einem großen Teil darüber, wie schnell ein Sportler wieder belastbar ist.
Doch die Sportphysiotherapie hat nicht nur bei verletzten Sportlern ihren Stellenwert. Ebenso wichtig ist die wettkampfbegleitende Betreuung durch Massagen, spezielle Aufwärmübungen, genauso wie die Verletzungsvorbeugung, spezielle Aufbautrainingseinheiten o.ä.

Craniomandibuläre Dysfunktion, CMD-Therapie und -Behandlung

Viele Menschen nahezu jeder Altersstufe leiden unter chronischen Schmerzen wie Gesichts- und Kopfschmerz, unter Tinnitus (Ohrgeräusche), Schwindel, Muskelverspannungen sowie Gelenk- und Rückenbeschwerden. Es ist weitgehend unbekannt, dass die Ursachen hierfür vielfach im Bereich der Kiefergelenke, der Zähne und der Kiefermuskulatur zu finden sind. Dabei resultieren viele zu guter Letzt als „psychosomatisch“ bezeichnete Schmerzsymptome aus einer Störung des Zusammenspiels von Ober- und Unterkiefer. Cranio-Mandibuläre Dysfunktion – kurz CMD – heißt diese Erkrankung.

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Massivste Beschwerdebilder erleben wir jeden Tag in unseren Praxen. Die Beeinträchtigung der Patienten ist häufig so stark, dass an ein „geregeltes Arbeits- und Alltagsleben“ kaum noch zu denken ist.
Was bedeutet CMD ?
Der Kauapparat steht funktionell in engem Zusammenhang mit dem gesamten Bewegungsapparat, Kau- und Rückenmuskulatur sind eng miteinander verschaltet und beeinflussen sich gegenseitig. Wenn wir kauen, wird nicht nur der Kiefer bewegt, sondern die Bewegungen laufen weiter in Kopf, Hals, Rücken, Arme und Beine.
Dabei ist der Kauapparat eines der sensibelsten Systeme unseres Körpers. Bereits kleinste Veränderungen empfinden wir als massiv störend, z.B. durch hängengebliebene Nahrung zwischen den Zähnen. Im Normalzustand haben die Zähne pro Tag nur etwa 20 Minuten direkten Kontakt. Die Muskulatur hat also viel Zeit, um sich immer wieder zu erholen. Häufig wird durch übermäßige Muskelaktivität der Kiefer dauerhaft überlastet, was weitreichende Folgen haben kann. Diese führen nicht selten zu Symptomen in anderen, teils weit vom Kiefergelenk entfernten Körperregionen.
In aller Regel wird eine CMD, also eine Funktionsstörung, nicht durch einen einzelnen, sondern durch mehrere Faktoren ausgelöst, die das Kausystem unterschiedlich stark belasten. Diese Belastungen können in auf- oder in absteigender Richtung auftreten. So können Störungen der Muskelketten sowohl im Rumpf, als auch in Armen und Beinen, Fehlstellungen des Kiefergelenks verursachen (aufsteigende Dysfunktion). Ursache sind häufig angeborene oder erworbene Störungen im Bewegungsapparat, wie z.B. Beckenschiefstand, Fußgewölbestörungen oder Haltungsfehler. Durch eine nicht korrekte Körperstatik und Muskeldynamik verändert sich auch das Bewegungsmuster beim Kauen. Folge ist eine Fehlbelastung des Kiefergelenks.
Umgekehrt kann sich eine Erkrankung des Kauapparates aber auch auf den übrigen Organismus auswirken (absteigende Dysfunktion). Störungen an der Kiefermuskulatur können auf die angrenzenden Hals- und Nackenmuskeln übergehen. Häufige Folgen sind dann beispielsweise chronische Rücken- oder Nackenschmerzen.
Auch Stress und belastende Lebenssituationen sind zusätzliche Ursachen einer CMD. Nicht zuletzt dadurch sind Redewendungen entstanden wie „sich durchzubeißen“ oder etwas „zähneknirschend“ hinzunehmen, oder sogar „bissig“ zu sein.
Durch das Knirschen (Bruxismus) und Pressen werden die Zähne richtiggehend abgerieben. Der harmonische Bewegungsablauf im Kiefergelenk wird gestört und damit wiederum eine in den Körper weiterlaufende Problematik losgetreten.
Unsere CMD-Therapie „CMD³“ zeichnet sich durch eine umfassende und interdisziplinäre Herangehensweise aus, die auf drei Hauptsäulen basiert:
Kompetenz
Das Physiotherapie-Team um Marc Hohmann und Andreas Koch, langjähriger CMD-Dozent und Leiter des Gesundheitszentrums in Bühl, hat sich seit einigen Jahren auf die Behandlung von Patienten mit CMD mittels manualtherapeutischer, neuro-physiologischer und osteopathischer Techniken spezialisiert. Die CMD-Therapie beginnt grundsätzlich mit einer ausführlichen Befundung, um einen individuellen Behandlungsplan für den Patienten zu erstellen.
Kommunikation
Dieser Befund wird mit dem verordnenden Zahnarzt besprochen und das Therapiekonzept abgestimmt. In engem Kontakt tauschen wir uns regelmäßig über den aktuellen Behandlungsstand, sowie notwendige Änderungen oder begleitende Maßnahmen in der Behandlung aus.
Kooperation
Wir arbeiten interdisziplinär mit einem Team von Spezialisten mit langjähriger Erfahrung in der Diagnostik und CMD-Behandlung aus verschiedenen Disziplinen der Medizin zusammen, darunter neben Zahnärzten ebenso Schmerztherapeuten oder Orthopädie-Schuhtechniker.
So ist in vielen Fällen zeitgleich eine zahnmedizinische Therapie mittels Schienen oder Zahnaufbau notwendig um den gewünschten Erfolg zu erzielen oder eine gezielte Schmerztherapie, um einen geeigneten Einstieg in die Gesamtsymptomatik zu bekommen.
Bei uns bedeutet CMD-Therapie nicht nur Kiefer und Kopf zu behandeln. CMD³ heißt den gesamten Körper zu betrachten und die funktionellen Zusammenhänge zu berücksichtigen, die über einen langen Zeitraum zu den Beschwerden geführt haben.
Wir behandeln Ursachen und nicht nur die Symptome.

Kinesiotape, kinesiologisches Taping

Das Kinesio-Tape (auch „Kinesio-Taping“, „Sporttape“ oder „Pinotape“ ® genannt) hat seinen Ursprung in der Kinesiologie (ganzheitliche Bewegungslehre). Durch fachkundiges Anlegen elastischer Baumwoll-Tapes bleibt die Bewegungsfähigkeit erhalten und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert. Das Kinesiotape hat Einfluss auf Muskulatur, Lymphsystem und vegetatives System.

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Durch Kinesio-Taping lassen Schmerzen häufig sofort nach, Schonhaltungen sowie Folgeerkrankungen können vermieden werden. Zudem kann es empfehlenswert sein, vorbeugend Sporttapes einzusetzen. Wer sich beispielsweise für einen Triathlon vorbereitet, kann mit gezieltem Taping der Waden die Verkrampfungsneigung abschwächen.
Nicht nur Sportler nutzen Kinesio-Taping. Dank des ungewöhnlich breiten Anwendungsspektrums hat es sich inzwischen bei der Therapie und Nachsorge vieler Muskel-/ Gelenkerkrankungen und Lymphödemen bewährt.
Es ist nicht ratsam, sich selbst ein kinesiologisches Tape anzulegen. Um ideale Effekte zu errreichen, müssen Haut und Muskeln beim Anbringen des Sporttapes eine gewisse Dehnung haben. Wenn man etwa selbst die Wade taped, verdreht man sich derart, dass ein korrektes Kleben nicht gelingt.
Wir informieren Sie gerne jederzeit zum Thema kinesiologisches Tape, Kinesio-Tape. Oder besuchen Sie uns in unserer Physiotherapie-Praxis in Bühl oder Achern, um Ihr Sprunggelenk/Ihren Knöchel zu tapen.

Physiotherapie Baden-Baden

Gesund bleiben – gesund werden!

Nutzen Sie unsere 3 Standorte in Baden-Baden, Bühl und Achern für Ihre physiotherapeutischen Behandlungen.

Klassische Massage, Teil- und Ganzkörpermassage

Massagen (Klassische Massage, Teil- oder Ganzkörpermassagen) haben Auswirkungen auf die Haut, das Bindegewebe sowie auf die Muskulatur durch sog. Druck-, Zug- und Dehnungsreize. Massagen wirken nicht nur auf der behandelten Körperstelle, sondern auch auf den Gesamtorganismus sowie auf die menschliche Psyche.

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Da die Grundtechniken der jeweiligen Massagen sehr verschieden sind und diese auf den unterschiedlichsten Behandlungsverfahren basieren, ist die Anzahl der teils erwiesenen, teils nur vermuteten Wirkungsweisen auf den menschlichen Körper groß. Nachstehend sind die relevantesten dieser Wirkungen aufgeführt:
Entspannung der Muskeln
Lokale Verbesserung der Durchblutung
Absenken des Blutdrucks sowie der Pulsfrequenz
Lösen von Verklebungen sowie Vernarbungen
Linderung von Schmerzen
Bessere Wundheilung
Positive Auswirkungen auf auf innere Organe über Reflexbögen
Stressreduzierung
Entspannung der Psyche
Optimierung des Zellstoffwechsels im Gewebe
Positives Beeinflussen des vegetativen Nervensystems
Entspannung des Bindegewebes sowie der Haut
Klassische Massage
Zu den Indikationen der klassischen Massage rechnet man Verhärtungen, Verspannungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie posttraumatische Veränderungen oder Wirbelsäulensyndrome. Über die Reflexbögen ist es möglich, dass sich Erkrankungen der inneren Organe an der Haut oder an der Muskulatur zeigen.
Kontraindikationen: Es ist festzuhalten, dass man bei akuten Entzündungen eine Massage nicht durchführen darf. Zum Beispiel sind hier fieberhafte Erkrankungen sowie Erkrankungen der Gefäße hinzuzurechnen. Der Körper ist durch diese Erkrankungen sehr stark beansprucht und würde durch eine Massage noch zusätzlich unnötig belastet. Ebenfalls ist bei einer traumatischen Verletzung das Massieren aufgrund des Druckes auf das jeweilige Gewebe (etwa Muskeln oder Knochen) absolut kontraindiziert.
Massagegriffe:
In der klassischen Massage gibt es fünf Handgriffe, die wegen ihrer Wirkung in den verschiedenen Phasen einer Massage eingesetzt werden.
Effleurage
Die Effleurage bzw. Streichung stellt die wohltuendste und entspannendste Massagetechnik dar. Sie wird insbesondere anfangs zum Verteilen des Massageöls verwendet und um die Haut des Patienten an die Hand des Masseurs oder des Therapeuten zu gewöhnen. Während der Massage wird die Effleurage als Erholungspause zwischen den stärkeren Griffen eingesetzt. Zum Abschluss der Massage wird die Effleurage zur Entspannung der Muskulatur sowie zur Erholung für den Patienten angewendet. Der Rücken kann nach dem Massieren mit Einreibealkohol unter schnellen Streichungen eingerieben werden. Dies lockert die Muskeln auf und vermeidet Entzündungen der Haarwurzeln.
Friktion
Bei der Friktion bzw. Reibung führen die Fingerspitzen oder die Handballen kleinere, kreisende Bewegungen auf dem Muskel durch. Dieser Massagegriff ist sehr wirksam bei Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, muss jedoch vorsichtig angewandt werden, da er sehr kraftvoll ist und möglicherweise Schmerzen oder gar Verletzungen verursachen kann.
Petrissage
Bei der Petrissage bzw. Walkung werden Haut und Muskeln entweder zwischen Daumen, Zeige- sowie Mittelfinger oder mit der Hand bzw. mit beiden Händen gefasst und gewalkt. Beim Kneten wird die Wirkung auf die Muskulatur von den Händen des Masseurs oder Therapeuten erzeugt, bei der Walkung erfolgt dies durch den Druck des Muskels auf die darunter befindlichen Knochen. Beide Massagegriffe werden primär verwendet, um Verspannungen aufzulösen. Sie wirken auf das Unterhautbindegewebe sowie auf die Muskulatur und sind förderlich für die Durchblutung.
Vibration
Vibrationen entstehen durch so genanntes Muskelzittern. Die Fingerspitzen oder die flache Hand werden aufgelegt und der Masseur oder Therapeut erzeugt das Muskelzittern. Die Wirkung dieser Massagetechnk kann bis in tiefer gehende Gewebe sowie Organe reichen. Der Vibrationshandgriff ist lockernd und wirkt sich damit unter anderem krampflösend aus.
Tapotement
Bei dem Tapotement bzw. Klopfung werden mit der der flachen Hand, der Handkante oder den Fingern kurze, schlagende Bewegungen durchgeführt. Diese wirlen sich positiv auf die die periphere Durchblutung aus und verändern den Tonus der Muskulatur. Erfolgt die Klopfung mit der Hohlhand auf Höhe der Lunge, so führt dies zur besseren Schleimablösung. Diese Massagetechnik wird auch als Klopfmassage bezeichnet.
Ganzkörpermassage, Teilkörpermassage
Bei der Massage sind Ganzkörpermassage sowie Teilkörpermassage zu unterscheiden. Bei einer Ganzkörpermassage werden mehr oder weniger alle Körperregionen massiert, also Beine, Füße, Arme, Hände, Rücken, Nacken und Schultern. Das Massieren kann auch auf den Bauch, die Brust und das Gesicht ausgeweitet werden. Die Ganzkörpermassage wird nicht häufig als medizinische Therapie verordnet.
Bei der Teilkörpermassage unterliegt nur ein Körperteil der Massage. Beide Arme bzw. Beine werden als ein Körperteil betrachtet. Hieraus resultieren nachstehende Teilmassagebereiche: Rücken (im Liegen u. mit freiem Oberkörper), Beine, Arme, Brust, Bauch und Gesicht. Jeder Masseur oder Therapeut hat seine eigene Art des Massierens und wird eine Teilkörpermassage auf die angrenzenden Körperregionen ausdehnen.

Manuelle Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage stellt eine Therapie der physikalischen Anwendungen dar, die Art der Wirkung ist vielfältig. Sie ist insbesondere eine Entstauungs- und Ödemtherapie bei angeschwollenen Körperbereichen, etwa Schwellungen an Beinen oder Armen, die sich nach OPs oder Traumata bilden können.

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Die Manuelle Lymphdrainage wird häufig auch bei Zahnextraktionen zu Schwellungsvermeidung eingesetzt. Ebenfalls wird diese Behandlung nach einer Tumor-Entfernung angewendet.
Durch unterschiedliche Massagetechniken wird das Lymphsystem aktiviert, indem primär die Pumpleistung der Lymphgefäße angesprochen wird. Das aktive Verschieben von Flüssigkeit in der Haut/Unterhaut kann ebenfalls ausgeführt werden. Von der Manuellen Lymphdrainage geht hierbei keine erhöhte Durchblutung wie in der Klassischen Massage aus.
Weitere Indikationen sind alle traumatologischen oder orthopädischen Erkrankungen, welche mit einer Schwellung einhergehen (Faserrisse, Verrenkung, Zerrungen, Verstauchung, usw.) Bei Verbrennungen, Schleudertraumata, Sudeck, Morbus, usw. wird ebenfalls die Manuelle Lymphdrainage angewendet.
Im Bereich der Schmerzbekämpfung sowie vor und nach OPs soll die Behandlung helfen, das mit zu viel Zellflüssigkeit versehene Gewebe zu entstauen. Zum Teil können Schmerzmitteldosierungen abgesenkt werden und Heilungsprozesse verlaufen rascher. Gegenanzeigen sind dabei zu berücksichtigen, wie beispielsweise dekompensierte Herzinsuffizienzen oder kardiale Ödeme.
Bei starken lymphatischen Leiden wird diese Behandlung mit Kompressionsverbänden, Hautpflege und besonderer Bewegungstherapie versehen und als „Komplexe Physikalische Entstauungstherapie“ (abgekürzt mir „KPE“) bezeichnet.

Myofasziale Therapie

Das sanfte Spiel mit dem Gewebe
Faszien stehen seit einigen Jahren mehr und mehr im Fokus der Medizin. Werden Sie verletzt oder verformen sich können Sie Schmerzen verursachen oder die Beweglichkeit einschränken.

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Die meisten Therapieverfahren beschäftigen sich bisweilen allerdings überwiegend mit den mechanischen Eigenschaften des Fasziengewebes. Bei der Myofaszialen Therapie von physiQus® werden die physiologischen Eigenschaften der Faszien ebenso berücksichtigt wie die beeinflussenden äußeren und inneren Faktoren.
Diese spezielle Form der Faszientherapie wurde im Lauf von über 15 Jahren entwickelt, ist in ihrer Form einzigartig in Deutschland und wird nur von speziell ausgebildeten Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen durchgeführt.
Bisweilen unter dem Begriff Bindegewebe oftmals vernachlässigt und unterschätzt erfährt das Fasziensystem in Medizin und Wissenschaft in den letzten Jahren immer mehr Beachtung in seiner Bedeutung für die Entstehung von Erkrankungen aber auch deren Therapie.
Faszien sind unverzichtbare Strukturen für das Funktionieren unseres Bewegungsapparates und die Funktion unserer Organe. Sie haben eine Schutz- und Stützfunktion, geben unserem Körper seine Form und Halt, ermöglichen aber gleichzeitig auch Dynamik und Bewegungen. Ebenso ist dieses Fasziensystem verantwortlich für die Körperwahrnehmung und das, was man umgangssprachlich als Bauchgefühl bezeichnet.

Eine Störung dieses komplexen Systems kann zu verschiedensten Funktionsstörungen im gesamten Organismus führen und mitunter gravierende Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Seit Jahren beschäftigen sich renommierte Wissenschaftler – u.a. der Universitäten von Ulm und Harvard sowie der Fascia Research Society – mit diesem faszinierenden Gewebe und seiner Funktionsweise.
Dabei haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass dieses Fasziensystem auf die verschiedensten Faktoren direkt und indirekt mit einer Spannungsänderung reagiert. Leichte Berührungen reichen ebenso aus, wie lockeres Bewegen, um die Faszien zu beeinflussen. Ebenso verändern die Ernährung (Zucker, Fette), Emotionen (Stress, Freude) aber auch unsere Umwelt (Feinstaub, Temperatur) die Spannung innerhalb der Faszien. Aufgrund dieser Faktoren wird klar, dass das Fasziensystem in einer Wechselwirkung mit allen Organsystemen des Körpers steht und somit dem wohl am nächsten kommt, was allgemein mit ganzheitlicher Wirkung bezeichnet wird.

Ebenso öffnen sich für die Therapie aufgrund der Funktionsweise des Fasziensystems ganz neue Ansätze, völlig gleich ob in der Orthopädie, der Neurologie, der Rheumatologie oder allen anderen Fachbereichen der Medizin. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen zum Beispiel auch, dass die Wirkweise der Akupunktur aller Wahrscheinlichkeit nach über die Struktur und Funktion des Fasziensystems erklärt werden kann.
Um einen nachhaltigen Behandlungserfolg erzielen zu können ist es notwendig alle beeinflussenden Faktoren in die Therapie einzubeziehen. Zu einer umfassenden Behandlung gehören deshalb bei der Myofaszialen Therapie von physiQus nach einer ausführlichen Anamnese und Untersuchung neben den sanften manuellen Faszientechniken ebenso ein individuelles Bewegungsprogramm sowie die Berücksichtigung der Ernährung und das Erlernen von Entspannungstechniken, bzw. Mentaltraining.

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